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Frag die Schwester: Was ist eigentlich Corporate Publishing?

Heute interviewen wir Tina Schäfer, Mitglied der Geschäftsleitung unserer Schwesteragentur Vogel Corporate Media, zum Thema Corporate Publishing.

TinaSchaeferTina, was ist eigentlich Corporate Publishing?

Corporate Publishing ist aus klassischen Printmedien, wie Kunden-, Mitarbeiter- und Mitgliederzeitschriften entstanden. Es ist ein Teil der Unternehmenskommunikation und wird auch als „Owned Media“ bezeichnet, also als ein unternehmenseigener Mediakanal. Dabei handelt es sich um Publikationen, die periodisch erscheinen und journalistisch aufbereitet werden.

Wie hat sich dieser Bereich bis heute entwickelt?

Corporate Publishing hat sich so weit entwickelt, dass die Art des Mediums mittlerweile vollkommen unerheblich ist und crossmedial funktioniert und funktionieren muss. Heute ist es ein wesentlicher Bestandteil der Corporate Communication eines Unternehmens.

Für wen ist Corporate Publishing sinnvoll?

Für Unternehmen, Verbände und Institutionen – im Grunde für alle, die ein Thema „besetzen“ wollen, zu dem sie sich als Experte oder Innovationtreiber positionieren können. Beim Corporate Publishing geht es nicht um Push-Werbemaßnahmen, sondern um eine Pull-Kommunikationsstrategie, die ausgerollt wird über neutrale dritte Themen, über die sich ein Unternehmen definieren möchte oder zu denen es stehen kann.

Corporate Publishing ist auch für das Employer Branding sehr sinnvoll und wichtig, da interne Markenführung, Mitarbeiterbindung und -gewinnung zentrale Themen beim Markenaufbau sind und somit in jede integrierte Kommunikationsstrategie gehören.

Was muss man für ein erfolgreiches Corporate Publishing beachten?

Corporate Publishing muss glaubwürdig sein, visuell ansprechend gestaltet sein und regelmäßig erscheinen. Es sollte tatsächlich distanzierte Inhalte widerspiegeln, die journalistisch fundiert aufbereitet sind. Und es sollten keine Werbebotschaften transportiert werden. Grundsätzlich gilt: Umso professioneller die Aufbereitung, desto glaubwürdiger.

Der Focus bei Corporate Publishing sollte auf dem Leser und seinen Problemen liegen. Es geht nicht darum, zu zeigen, wie groß und toll das Unternehmen ist, sondern darum, den Kunden und der Zielgruppe einen Mehrwert zu bieten.

Wie kann man das am besten realisieren?

Es gibt unterschiedliche Formen. Man kann das beispielsweise über Fachartikel, Storytelling, emotionale Geschichten oder Infografiken umsetzen. Ich sage immer „Infotainment“ dazu und meine damit spannende Informationen, die unterhaltsam aufbereitet sind.

Hast du gute Beispiele dafür?

Natürlich. Für die MEININGER Hotel Gruppe haben wir das Kundenmagazin „On The Move“ entwickelt und dafür sogar den Fox Silber Award für das beste integrierte Kommunikationskonzept erhalten. Im Moment überlegen wir das Magazin, das derzeit noch ein Printmagazin ist, in eine digitale Form zu übertragen, in einen Content Hub, um somit Print und Online optimal zu verknüpfen.

PUMA

Bei PUMA haben wir das bereits gemacht, nämlich mit deren Mitarbeitermagazin „CATch up“. Hier gibt es nur noch eine punktuelle Printauflage, da wir einen Content Hub geschaffen haben, der für alle Mitarbeiter, Kunden und Interessierte online frei verfügbar ist. Mit diesem Content Hub haben wir es für PUMA geschafft, die Leserbindung auf 95 % zu steigern und die Mitarbeiter wieder stärker an die Marke zu binden. Die Mitarbeiter können nämlich ihre Geschichten, News und ihre eigenen Streetstyles auf der Plattform veröffentlichen und von einem Newsroom aus alle PUMA Social-Media-Aktivitäten liken, teilen oder kommentieren.

Somit werden die Mitarbeiter zu Influencern von PUMA?

Richtig. Wir haben eigentlich eine Plattform für die Mitarbeiter kreiert. Da der Content Hub aber für alle offen ist, ist er nicht nur für das Employer Branding, sondern auch für den Endverbraucher und durchaus auch für B2B-Kunden interessant. Somit haben wir es geschafft mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Vielen Dank für das Interview Tina!

Juliane und Magdalena

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