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Aktuelle Studie zeigt auf: Influencer sind in der Gesellschaft angekommen

 

  • Mehr Budget für Influencer Marketing
  • Ausweitung in andere Kanäle wie TV und Print steht bevor
  • Mehr als Produktempfehlungen: Gesellschaftliche Themen und Werte werden relevanter

London/Berlin, 29.09.2020 – Die weltweit tätige Influencer Marketing Agentur TAKUMI veröffentlicht Ergebnisse zu den neuesten Branchentrends aus einer aktuellen Umfrage mit über 3.500 Verbrauchern*innen, Marketer und Influencern*innen in Großbritannien, den USA und in Deutschland. Der Report umfasst die Bereiche Budgetshifts, neue Medienkanäle, gesellschaftliche Relevanz sowie Trend-Prognosen.

Die globale Wahrnehmung dieser Branche hat sich gewandelt – die weltweite Covid-19 Pandemie hat der Branche einen deutlichen Schub verpasst. Während Influencer Marketing immer massentauglicher wird, werden auch Fragen rund um Datenschutz, Diversität und ethischen Verhalten lauter, die letztlich alle dazu beitragen, den Bereich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Zudem sind unterdessen sehr viele Self-made Talente in Medienkanäle außerhalb sozialer Plattformen vorgestoßen. Influencer*innen haben heute über Instagram hinaus Einfluss und werden immer professioneller. Der Datenschutz ist ein anhaltendes Problem, mit dem die Branche aufgrund neuer Technologien, die das Wachstum der sozialen Medien rasant vorantreiben, konfrontiert ist.

Hier einige Ergebnisse zusammengefasst:

Marketer investieren zunehmen mehr in Influencer Marketing und erweitern die Medienkanäle

  • 73% der befragten Marketer wenden einen größeren Anteil ihrer Ressourcen für Influencer Marketing auf als noch vor einem Jahr.
  • 64% der befragten deutschen Marketer stimmen zu, dass Influencer-Marketing im Vergleich zur traditionellen Werbe-Channels den besten ROI für Branding-Kampagnen bietet.
  • In Großbritannien halten Marketer Instagram für den Channel mit dem insgesamt besten ROI für Influencer Kampagnen (21%), während es in Deutschland YouTube (23%) und in den USA Online-Werbung (28%) ist.
  • Das steigende Vertrauen der Marketer in das Influencer Marketing führt dazu, dass sie zunehmend mehr Kanäle ausprobieren. 57% der Marketer arbeiten bereits mit Influencern*innen für Multiplattform-Kampagnen zusammen.
  • Marketer zählen traditionelle Werbekanäle zu den am stärksten wachsenden für Influencer Marketing: darunter digitale Out Of Home“-Werbung (OOH) und Plakatwerbung (83,3 %), Print (80 %) und TV & Radio (81,3 %).
  • In den nächsten 12 Monaten erwägen 58% der Marketer eine Zusammenarbeit mit Influencern*innen bei YouTube, gefolgt von 55% bei Instagram, 43% in der Online-Werbung, 35% bei TikTok, 29% für die TV-Werbung, 20% für OOH-Werbung, 20% bei Twitch und 10% bei Triller. Währenddessen bleibt YouTube für die Verbraucher*innen der am häufigsten genutzte Kanal zur Kontaktaufnahme mit Influencern*innen (47%), gefolgt von Instagram (37%), Pinterest (17%), Snapchat (15%), TikTok (14%), Twitch (8%) und Triller (2%).
  • 20% der deutschen Marketer wären offen für die Einbeziehung von Influencern*innen in die Fernsehwerbung. 18% der deutschen Marketer würden sie auch in Print- oder Plakatwerbung einbeziehen.

Einfluss auf Verbraucher*innen nimmt zu

  • 30% der Verbraucher*innen stimmt zu, dass Marken, die zur Kommunikation Influencer*innen einsetzen, überzeugender sind.
  • 26% der deutschen Verbraucher*innen identifizieren sich mit Inhalten der Influencer*innen für ihr reales Leben mehr als mit Werbeinhalten der Marken.
  • 39% der Verbraucher*innen geben an, dass Social Media Influencer*innen einen größeren Einfluss auf sie haben, wenn sie zeigen, dass sie ein soziales Gewissen oder eine starke ethische Haltung haben. 31% sind anderer Meinung.
  • 30% der Verbraucher*innen sind der Meinung, dass sie sich in Zukunft von Influencern*innen mehr davon wünschen. Besonders bei den jüngeren Generationen ist das sehr populär – 39% der 16- bis 24-Jährigen stimmen dem zu.
  • 37% der Verbraucher*innen bevorzugen Influencer-Inhalte, die für verschiedene Social-Media-Kanäle angepasst sind, anstatt Re-Posts. 41,6% der Konsumenten*innen lehnen es aktiv ab, wenn Influencer*innen dieselben Inhalte auf verschiedenen Kanälen einstellen und 41,3% sehen das zwiegespalten.

Gesellschaftliche Relevanz – moralische Werte und politische Einstellungen werden relevanter

  • Influencer*innen haben ihre neue Rolle als Kommunikatoren*innen angenommen. Der Wunsch der Verbraucher*innen nach mit kulturell relevanten Themen hat zugenommen. Ebenso Social-Media-Kanäle als Mobilisierungsplattformen zu nutzen.
  • Verbraucher*innen wünschen sich, dass Influencer*innen eine starke soziale Haltung zu wichtigen aktuellen Themen einnehmen. 41% der Verbraucher*innen stimmen zu, dass Influencer*innen ihre Plattformen nutzen sollten, um über aktuelle Geschehnisse und alltägliche Ereignisse zu diskutieren – 25% der befragten Marketer sind dagegen. 56% der Marketer sind dennoch der Meinung, dass Influencer*innen besser über politische und soziale Themen kommunizieren als Marken (in Deutschland sogar 60%).
  • Influencer*innen wollen Partnerschaften mit Marken aufbauen, die mit ihren moralischen Standpunkten übereinstimmen. 25% der Influencer*innen stufen dies als einen der beiden wichtigsten Aspekte der Zusammenarbeit mit Marken ein.
  • 55% der befragten Marketer gaben an, dass sie gerne mit einem Influencer*innen zusammenarbeiten würden, der/die sich für soziale und politische Belange einsetzt. Kleinere Marketing-Unternehmen sind dafür offener: 62% der Marketer sind offen für eine Zusammenarbeit mit solchen Influencer*innen. Im Vergleich dazu sind Unternehmen mit größerem Budget im Allgemeinen skeptischer: 67% der Marketer gaben an, dass sie sich vor einer Zusammenarbeit mit einer/m Influencer*in scheuen, der oder die sich zu politischen und sozialen Themen äußert. Dies zeigt eine Spaltung der Branche, wobei einige Marketer Influencer*innen zur Mobilisierung gesellschaftlicher Themen nutzen, während andere vorsichtiger vorgehen.

Influencer*innen in ihrer neuen Rolle als informative und edukative Kommunikatoren*innen

25% der Verbraucher*innen sind eher bereit, Nachrichten-Updates und Meinungen von Influencern*Innen zu beziehen als von Journalisten und etablierten Nachrichtenmedien. Bei den 16- bis 24-Jährigen (38%), den 25- bis 34-Jährigen (38%) und den 35- bis 44-Jährigen (34%) sind es sogar mehr als zwei Drittel. Die US-Verbraucher*innen stimmen dieser Aussage (28%) im Vergleich zu den britischen und deutschen Verbrauchern*innen (24% bzw. 23%) häufiger zu.

Marken konkurrieren natürlich nicht mit Nachrichtenagenturen, aber sie konkurrieren zunehmend um generelle Aufmerksamkeit. Das zunehmende Vertrauen in Influencer*innen ist also für die Branche ein positiver Trend (zusammen mit einer angemessenen Regulierung). Marketer sind dennoch vorsichtig in Bezug auf potenzielle Risiken, die es mit sich bringen könnte, wenn man Influencer*innen als informative oder edukative Kommunikatoren*innen einsetzt und fordern eine stärkere Regulierung durch die Führungsgremien: 71% der Marketer sind der Meinung, dass es in der Verantwortung des Gesetzgebers liegt, die Verbreitung von Fake News zu stoppen. Ein ähnlicher Anteil (75% bzw. 74%) glaubt jedoch auch, dass es in der Verantwortung der Social-Media-Plattformen und in der Verantwortung der Influencer*innen sowie der Marken liegt. Dies signalisiert das Bewusstsein einer gemeinsamen kollektiven Verantwortung aller, die an der Erstellung, dem Hosting und der Regulierung von Influencer-Inhalten beteiligt sind.

Diversität

Gespräche über Diversität innerhalb der Branche werden immer wichtiger. Influencer*innen weltweit (vor allem in Großbritannien und in den USA) sind sich sehr wohl bewusst, dass Fragen der Diversität in Markenpartnerschaften angegangen werden müssen, wenn Influencer-Marketing florieren soll – und weiterhin das verknüpfbare Abbild des realen Lebens sein soll, welches sich Verbraucher*innen wünschen.

  • 50% aller befragten Influencer*innen nennen fehlende Diversität als oberste Priorität, die die Branche in Angriff nehmen müsse.
  • Mehr als die Hälfte der britischen und US-amerikanischen Befragten (56,6% bzw. 57,3%) und genau 50% der deutschen Befragten stufen Diversität innerhalb von Kampagnen als ein Hauptthema ein, das von Marketern weiter vorangetrieben werden müsse.

 

Über TAKUMI

TAKUMI ist eine weltweit führende Agentur für Influencer-Marketing und bietet Marken kreative Lösungen, die es ihnen ermöglichen, ihre Zielgruppen in Social Media Channels zu erreichen – skalierbar und umfassend. TAKUMI bietet einzigartige Influencer Marketing Insights und Know-how aus mehr als 5 Jahren Zusammenarbeit mit führenden Marken weltweit, darunter Clarins, Kellogg’s, Visa, Pernod Ricard und Mercedes.

TAKUMI bietet ganzheitliche Leistungen für seine Kunden und operiert über mehrere Märkte und Plattformen hinweg. TAKUMI wird angetrieben durch Kreativität, Know-how, Daten, Technologie und strategische Expertise. TAKUMI hat bis heute mehr als 5.000 Kampagnen umgesetzt und dabei mit Tausenden ausgewählten Content-Creator zusammengearbeitet. TAKUMI managed Influencer Relations für überzeugende, innovative Kampagnen, die bei Zielgruppen ankommen.

TAKUMI wurde 2015 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Großbritannien mit Büros in London, Berlin und New York sowie Niederlassungen in weiteren fünf EU-Ländern.

TAKUMI wurde kürzlich von Syndicate Room als eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen Großbritanniens und als eines der vielversprechendsten Scale-Ups genannt und bei den Influencer Marketing Awards 2019 als „Bestes Relationship Managament-Tool“ ausgezeichnet.

Methodik

Im August 2020 gab TAKUMI diese Umfrage in Auftrag und führte sie auf der Grundlage von 3.592 Befragten durch. TAKUMI führte die Studie mittels Online-Umfragen, Interviews und Fokusgruppen durch. Survey Monkey wurde von TAKUMI beauftragt, eine Studie mit 291 Influencer*innen in Großbritannien, den USA und Deutschland durchzuführen. Censuswide wurde von TAKUMI beauftragt, eine Studie mit 3.010 landesweit repräsentativen Verbrauchern*innen (ab 16 Jahren) und 756 Marketern in Großbritannien, den USA und Deutschland durchzuführen. Censuswide hält sich an die Market Research Society, die auf den ESOMAR-Prinzipien basiert, und beschäftigt Mitglieder dieser Gesellschaft.