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DoctorBox startet Wirtschaftsinitiative „Intelligentes Treffpunkt Management“ zur Unterstützung der Gesundheitsämter im Kampf gegen das Coronavirus Praxistest startet im Urlaubsort Ahrenshoop

 

  • Partner der Initiative ist THE GRAND Ahrenshoop sowie für den bundesweiten Rollout NOVENTI, Wort & Bild Verlag, LABOR Becker & Kollegen, SMAVA, IDEAL Versicherung, medi und Park Inn by Radisson Berlin Alexanderplatz
  • Am 20. Mai 2020 startet der Praxistest
  • Ziel ist es, Gesundheitsämter in der Nachverfolgung von Infektionsketten zu unterstützen und für die von Virologen prognostizierte zweite Corona-Welle zu rüsten
  • Das Technologie-Konzept basiert auf „Beacons“. Bei diesem Konzept werden keine personenbezogenen Daten übermittelt.
  • Schon jetzt umfasst die Initiative 30.000 potenzielle Kontaktpunkte

 

Berlin, 20. Mai 2020 – Die Nachvollziehbarkeit von Infektionsketten ist maßgeblich, um einen erneuten Lockdown zu verhindern. Doch Gesundheitsämter stoßen an Kapazitätsgrenzen. Abhilfe schafft ein neues Technologie-Angebot der Initiative „Intelligentes Treffpunkt Management“, gegründet vom Berliner Healthcare-Unternehmen DoctorBox. Das Konzept basiert auf Beacons und steigert die Anzahl der verarbeitbaren Infektionsketten pro Tag.

Im Kurort Ahrenshoop wird das Technologie-Konzept ab Mittwoch unter realen Bedingungen getestet. Die Infrastruktur des Ostseebads ist optimal für die Belastungsprobe geeignet, da wesentliche Bestandteile des öffentlichen Lebens vorzufinden sind. Mit Beacons ausgestattet sind je zwei Hotels und Ferienwohnungen, der lokale Supermarkt, die Kurverwaltung sowie Taxen und zwei Aufgänge zum öffentlichen Strand. Ziel ist es, durch die breite Abdeckung öffentlicher Treffpunkte eine bessere Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Roland Völcker, Kurdirektor der Kurverwaltung Ahrenshoop erklärt: „Die Initiative ‚Intelligentes Treffpunkt Management‘ hat uns aufgrund der Einfachheit gleich überzeugt. Die Tatsache, dass das Konzept ohne personenbezogene Daten und mit der Freiwilligkeit der Gäste auskommt, hatte uns unsere Datenschutzbedenken genommen. Wir sind froh über die rege Beteiligung und die Offenheit der Unternehmen im Ort gegenüber der Beacon-Technologie, denn je mehr daran teilhaben, desto besser funktioniert das Konzept. Wir können so effizienter alle Gäste, Beschäftigte und Einwohner im Ort, aber auch unsere existenzielle Grundlage schützen. Falls sich durch die wieder zunehmende Tourismusintensität das Infektionsgeschehen verschlechtert, sind wir so besser vorbereitet“, sagt Völcker zuversichtlich.

Bundesweiter Rollout geplant

Nach erfolgreichem Abschluss des Praxistests sind weitere Projekte bundesweit geplant. Einsetzbar ist die Lösung in allen gewerblichen Betriebsstätten und öffentlichen Treffpunkten mit hohem Personenaufkommen. Dazu zählen Bürogebäude, Hotels, Gastronomiebetriebe, Supermärkte, öffentlichen Verkehrsmittel, Taxen, Shoppingsmalls und viele weitere.

Zum Start der Initiative stehen über 30.000 Geschäfte für eine Installation bereit, darunter alle rund 19.000 Apotheken bundesweit. Beteiligt sind zum Start zahlreiche Unternehmen aus dem Gesundheitssektor, der Banken- und Versicherungsbranche sowie dem Tourismus. Neben den lokalen Partnern in Ahrenshoop sowie dem ortsansässigen Hotel THE GRAND, ist für den bundesweiten Start das apothekereigene Unternehmen NOVENTI als Marktführer im deutschen Gesundheitsmarkt mit an Bord. Ihre Teilnahme bestätigt haben außerdem Wort & Bild Verlag, LABOR Becker & Kollegen sowie medi, Hersteller von medizinischen Hilfsmitteln, die IDEAL Versicherung, der Online-Kreditvergleich SMAVA und das Hotel Park Inn by Radisson am Berliner Alexanderplatz.

Automatischer Kontakttagebuch-Eintrag bei Empfang eines Beacon-Signals

Sogenannte Beacons sind zentraler Bestandteil des neuen Technologie-Konzepts. Geschäftsinhaber*innen installieren die kompakten, kostengünstigen Sender in ihren Betriebsstätten. Gleichzeitig führen Bürger*innen auf freiwilliger Basis ein Kontakttagebuch ihrer Wahl auf dem Smartphone, z. B. über die App von DoctorBox. Bei Empfang des Beacon-Signals wird automatisch ein Kontakttagebucheintrag erstellt.

Im Infektionsfall melden Geschäftsinhaber*innen diesen auf der Intelligente Treffpunkt Management Website. Die Kontakttagebuch-App synchronisiert die infektiösen Treffpunkte regelmäßig. Bei Treffpunktübereinstimmung werden die Bürger*innen auf dem Handy per Push-Benachrichtigung informiert. Nach einem positiven Testergebnis auf COVID-19 können Nutzer*innen ihre Kontakte freiwillig informieren und das Kontakttagebuch an das Gesundheitsamt weiterleiten.

Kosteneffizienz und Schutz der Privatsphäre stehen im Vordergrund

Die freiwillige Teilnahme der Bürger*innen und Unternehmen beschleunigt die Kommunikationsprozesse von Gesundheitsämtern und verbessert durch die Zeitersparnis die Nachverfolgung von Infektionsketten. „Mit unserem Ansatz beziehen wir alle mit ein, ohne dass für die Bürger*innen ein großer Aufwand entsteht. Nur wenn wir jetzt alle gemeinsam an einem Strang ziehen und die Gesundheitsämter unterstützen, können wir einen erneuten Lockdown verhindern und damit die größtmögliche Freiheit bewahren“, erklärt Dr. med. Oliver Miltner, Geschäftsführer der DoctorBox GmbH.

Die Beacon-Lösung ist kosteneffizient, einfach in der Anwendung und anbieterneutral. Der Eintrag im Kontakttagebuch geschieht automatisch, datenschutzkonform und ohne Eingriff in die Privatsphäre.

Die Beacons senden an Smartphones in Reichweite. Das bedeutet, dass sie keine Nutzer*innen identifizieren oder Daten von Mobilgeräten empfangen werden. Treffpunkte werden ausschließlich dezentral auf dem Smartphone der Nutzer*innen gespeichert. Die Kontakttagebucheinträge verlassen das Smartphone nur auf explizitem Wunsch der Nutzer*innen, z. B. bei Weiterleitung an das Gesundheitsamt.

Mit rund 20 Euro pro Beacon ist die Lösung für Unternehmer*innen kosteneffizient und zugleich einfach in der Wartung und Handhabung.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Durchdringung bei der Bürgerschaft, denn auch Personen ohne Smartphone oder Technikaffinität sind in dem Konzept berücksichtigt. Jedes lokale Geschäft kann die „infektiösen Zeiträume“ seinen Kunden und Mitarbeiter*innen via Aushang oder über einen Bildschirm im Geschäft zur Verfügung stellen.

Integration in bestehende Anwendungen möglich

Die Kontakttagebuch-App kann als Software-Development-Kit (SDK) sofort in bestehende Apps der Initiativpartner integriert werden, sodass Unternehmer*innen diese Maßnahme den eigenen Kunden über etablierte Kanäle zur Verfügung stellen können. Da das Beacon-Konzept technologieoffen gestaltet ist, kann dieses und mit dem Kontakttagebuch in die noch zu entwickelnde Corona-Tracing App der Bundesregierung integriert werden.

 

Über DoctorBox:

DoctorBox ist eine digitale Gesundheitsakte für das Smartphone. Mit der kostenfreien App organisieren Nutzer*innen persönliche Gesundheitsdaten. Befunde, Medikationen und Termine sind lückenlos an einem zentralen Ort gespeichert und können auf Wunsch mit einem Arzt geteilt werden. Die Datenhoheit liegt beim Patienten. Über den „Notfallsticker“ sind alle wichtigen Informationen wie Blutgruppe usw. für Ersthelfer via QR-Code auslesbar.

Die DoctorBox besitzt ein ISO 27001 und ISO 9001 zertifiziertes Information Security Management System (ISMS) und Qualitätsmanagementsystem (QMS). Im Google Play Store ist die App auf Platz 1 in der Kategorie „Medizin“ (Stand: 16.04.2020).

Die DoctorBox GmbH ist an keine Krankenkasse, Versicherung, Klinik- oder Praxis-Software gebunden. Das Unternehmen wurde 2016 in Berlin von Priv. Doz. Dr. med. Oliver Miltner, niedergelassener Orthopäde, und Stefan C. Heilmann, CEO der IEG – Investment Banking Group, gegründet. Beide sind Geschäftsführer. DoctorBox und NOVENTI führen eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung der elektronische Gesundheitsakte. Im März 2020 hat DoctorBox eine Schnittstelle für Laborsysteme zur digitalen Befundübermittlung von COVID-19-Tests entwickelt und erfolgreich in einem Pilotprojekt mit der KV Bayern gelauncht. Darüber hinaus wurde die DoctorBox-App um weitere Funktionen wie einem Kontakt- und Symptomtagebuch für Corona-Verdachtsfälle ergänzt.