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Einblicke in den 8. Deutschen Startup Monitor

1946 Start-ups, 4745 Gründer*innen, 25966 Mitarbeiter*innen – aus diesen Zahlen setzt sich der Deutsche Startup Monitor 2020 zusammen. „Innovation statt Krise“ titelt die Studie, und hat damit gar nicht mal so Unrecht. Denn trotz eines herausfordernden Jahres blickt der Großteil der Start-ups positiv in die Zukunft und macht dabei Gebrauch von den neuen Technologien. Zuversicht statt Untergangsstimmung – das können wir uns alle zum Vorbild nehmen.

Was nehmen wir aus dem aktuellen DSM mit?

  1. Fokus auf Neukunden nach der Krise

Auch Start-ups haben mit der Corona-Krise zu kämpfen: auf knapp 75 Prozent der Unternehmen hat die aktuelle Lage negative Auswirkungen. Die Unternehmen reagieren darauf flexibel: die große Mehrheit von fast 90 Prozent reagiert auf die Krise mit spezifischen Maßnahmen. Investitionen werden bei der Hälfte der Start-ups aufgeschoben, 56 Prozent konzentrieren sich auf den Bereich Produktentwicklung. Herausforderungen sind aktuell besonders die Neukundengewinnung (68 Prozent) und die Kapitalbeschaffung (43 Prozent).

Startup Monitor - Neukunden Fokus

  1. Gründerinnen noch in der Minderheit

Sind es die „jungen weißen Männer“, die für die Gründung neuer Start-ups in Deutschland verantwortlich sind? Nun ja. Immerhin etwas über 20 Prozent der befragten Gründer*innen haben einen Migrationshintergrund. Der Anteil ausländischer Mitarbeiter*innen generell liegt bei 26 Prozent, die besonders häufig in Berlin und München beschäftigt sind. Auch Frauen sind definitiv zu selten vertreten. Auch wenn der Anteil von Gründerinnen in den DMS-Start-ups jährlich leicht steigt – mit 15,9 Prozent sind Gründerinnen weiterhin stark unterrepräsentiert. Dahingegen liegt ihr Anteil im Bereich der allgemeinen Existenzgründungen immerhin bei 36 Prozent.

  1. Neue Stellen geplant

Ein immer größer werdender Anteil an Arbeitsplätzen geht auf das Konto von Start-ups. Verglichen mit dem Vorjahr steigt die durchschnittliche Mitarbeiter*innenanzahl von 13 auf 14 Personen an. Darüber hinaus planen über 90 Prozent der befragten Start-ups Neueinstellungen.

Startup Monitor - Neue Stellen

  1. Nachhaltigkeit wird wichtiger

Ein ausschlaggebender Faktor bei der Gründung: Nachhaltigkeit. Immer mehr Start-ups, die Teil des DMS sind, ordnen ihre Produkte oder Dienstleistungen den Bereichen Green Economy (43,4 Prozent) oder Social Entrepreneurship (42,6 Prozent) zu – und das bereits zum dritten Mal in Folge. Gründer*innen geht es um die Lösung der großen Klima- und Nachhaltigkeitsfragen, sie wollen eine positive gesellschaftliche oder ökologische Wirkung erzielen. 33 Prozent verankern diese Ziele in ihrer Unternehmensstrategie. Durch ihren Innovationsgeist leisten die Start-ups dabei nicht selten Pionierarbeit.

Startup Monitor - KI und Nachhaltigkeit

  1. „Ohne KI, ohne mich“

Das scheint das Motto nicht weniger Gründer*innen zu sein – die Technologie ist definitiv auf dem Vormarsch. Generell hat Digitalisierung für knapp 66 Prozent einen sehr großen Einfluss. Fast 43 Prozent geben darüber hinaus an, dass Künstliche Intelligenz einen klaren Einfluss auf ihr Geschäftsmodell nimmt. Bei Virtual bzw. Augmented Reality sehen das dagegen nur 13,4 Prozent so, während Blockchain nicht einmal die 10 Prozent-Marke erreicht.

Die Studie mit vertiefenden Informationen zu Bereichen wie Finance, Marktzugang, Politik und weiteren kann hier heruntergeladen werden. Herausgeber sind der Bundesverband Deutsche Startups e.V. und PwC.