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Was kann Programmatic Audio? Der Programmatic Audio Day 2018 gibt Antworten

Hamburg, den 20.02.2018 – Zum dritten Mal veranstalten die Medienexperten Frank Nolte und Dirk Ritters von waveads am 01. März 2018 in Berlin den Programmatic Audio Day (PAD). Was 2016 im kleinen Kreis begann, um die große Unbekannte “Programmatic Audio” näher zu beleuchten, ist heute ein veritabler Branchentreff: 160 Besucher, darunter Agenturen, Werbetreibende, Publisher, Vermarkter und Technologieunternehmen, erwarten die Veranstalter. Das sind mehr als doppelt so viele wie zur Premiere vor zwei Jahren.

Der Anstieg liegt nicht allein am stark besetzten Programm. Dirk Ritters: „Im ersten Jahr war das programmatische Handeln von Audiowerbung noch kaum ein Thema in Deutschland. Unsere Idee war es daher, in den Austausch zu gehen und Programmatic Audio auf die Agenda zu bringen. Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich der Markt weit geöffnet und programmatisch getriebene Kampagnen laufen in Regelmäßigkeit. Unser Programm hat daher in diesem Jahr auch den Anspruch, ein Resumée der Entwicklungen der letzten zwei Jahre zu ziehen: Wie gut sind unsere Technologien, Daten und Analyse? Wo besteht Nachbesserungsbedarf? Was können andere Märkte bereits abbilden?”

So wird Zusanna Gierlinksi, Head of Programmatic Europe Spotify in ihrer Keynote-Speech „State of the Industry” genau hier ansetzen und einen Einblick zu den Geschäftsentwicklungen auf europäischer Ebene geben. Gerade in diesem europäischen Kontext verspricht im Verlauf des weiteren Tages auch der Vortrag von Fahim Alefi von ProSiebenSat1 Media, zur Login-Allianz von ProSiebenSat1, RTL Deutschland, United Internet spannende Impulse zu setzen – denn auch für die Audiobranche bedeutet die im Mai in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung einen Einschnitt. Wie dieser auch rechtlich aussehen wird, ergänzt am Nachmittag Michael Neuber, Justiziar und Rechtsanwalt beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Auch im UKW-Umfeld entwickeln sich die programmatischen Ansätze weiter und zeigen, dass die etablierten Media-Analyse-Modelle nur unzureichend auf eine moderne Mediaplanung einzahlen. Sebastian Göritz, Director Offline Media DCMN, stellt in diesem Zusammenhang einen Ansatz zur digitalen Messung von UKW-Reichweiten vor.

Ein wichtiger Aspekt bei der Frage nach dem Status Quo: Wie zufrieden sind eigentlich die Marktteilnehmer, vor allem auf Seiten der Agenturen und Werbetreibenden? Noch immer ist der Anteil programmatischer Kampagnen im Audiobereich kleiner als beispielsweise bei Display- und Videokampagnen. Dazu sprechen unter anderem Jörn Strehlau, Head of Xaxis Data & Products und Daniel Burchard, Head of Ad Development add2.

„Wir möchten der Branche mit dem Programm Impulse geben. Der programmatisch gehandelte Audiowerbemarkt zeigt hohe Agilität und hat sich innerhalb kürzester Zeit stark entwickelt. Dennoch haben wir im internationalen Vergleich noch immer Aufholungsbedarf. In Großbritannien zum Beispiel werden 50% des Audiowerbemarkts programmatisch gehandelt. Hierzulande zeigt Audio gegenüber den Gattungen TV oder Display noch deutliches Potential nach oben. Unsere Besucher sollen mit einer klaren Vorstellung nach Hause gehen, wie der Markt dieses Potential nutzen wird”, so Frank Nolte.

Der PAD 2018 findet im Rocket Tower in Berlin statt und wird von Unternehmen wie Spotify, audio CC, Triton und Active Agent unterstützt. Das ganze Programm, die Tickets und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite www.programmatic-audio-day.de.